Mehr Aktion! blickt zurück

Zwanzig Jahre Engagement pur: ein Rückblick

In der Winter-Ausgabe 2025 haben wir über unser 20-jähriges Bestehen berichtet – ein Meilenstein, der zeigt, wie viel gemeinsames Engagement bewegen kann. In zwei Jahrzehnten hat sich Mehr Aktion! von einer Idee zu einer besonderen Adresse entwickelt, die benachteiligte Kinder und Jugendliche in der Region Hannover unterstützt. Das Jubiläum gab Anlass zurückzuschauen, wie der Verein entstand, die Arbeit aufnahm und welche Erfahrungen anfangs gemacht worden sind. Und, wie sich der Verein weiterentwickelt hat: Ging es anfangs darum, kleinere Projekte bestehender Anbieter zu fördern, kamen später neue Ansätze hinzu, wie z.B. neue Projekte per Anschubfinanzierung und später langfristig zu fördern, um Programme zu etablieren.

Ballons für 10 Jahre Butze und 20 Jahre Mehr Aktion!.

Wir wollten wissen, wie die Zielgruppen unsere Arbeit sehen. Dafür wurden Personen befragt, die mit dem Verein zu tun haben: Mitglieder, geförderte Projektanbieter, projektteilnehmende Jugendliche sowie die Mutter eines projektteilnehmenden Kindes. Im Fokus stand die Frage, wer wie von Mehr Aktion! profitiert. Gibt es besondere Erkenntnisse? Ja, gibt es.

So sagt Mitglied Gitta Schneider: „Der Verein nimmt sich Themen an, die nicht ausreichend oder noch gar nicht berücksichtigt wurden. Durch die persönliche Freundschaft und den Einblick in die Vereinsstruktur sind wir sicher, dass das Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird und immer wieder wunderbare Ideen und Projekte eine Umsetzung erfahren.“ Und Mitglied Klaus-Jürgen Maltzahn erklärt: „Mehr Aktion! ist an der Basis und besucht die Projekte persönlich. Er fördert die Angebote in ihrer Anfangsphase, gibt aber auch längerfristig verlässliche Hilfestellung für die Zukunft.“ Diese und ähnliche Statements (geäußert auch von anderen Mitgliedern) zeigen, warum sich viele Förderer ausgerechnet für Mehr Aktion! entscheiden: die Nähe zur Basis, das persönliche sich-Kümmern und das Vertrauen, dass das Geld richtig investiert ist und bei der Zielgruppe ankommt.

Klinik- clownin Barbalotta ist mit unserer Hilfe schon seit 2008 für die HIV Ambulanz der MHH unterwegs.

Als Projektanbieterin wurde Birte Müller interviewt. Die Mitinitiatorin und Projektleiterin des Elterncafés Curcuma im Autismus-Zentrum Hannover sagt: „Viele Familien mit autistischen Kindern finden keinen Ort, an dem sie gemeinsam unbeschwert sein können. In Hannover gibt es kein vergleichbares Angebot. Zwar bestehen Selbsthilfegruppen für Eltern autistischer Kinder u.a. – aber wir arbeiten inklusiv, indem wir alle Familienmitglieder gleichermaßen einbeziehen und ihre unterschiedlichen Bedürfnisse berücksichtigen. Da öffentliche Gelder oft an Diagnosen und Kostenanerkenntnisse gebunden sind, benötigen wir andere Fördergelder. Mehr Aktion! ist ganz besonders, weil es einen persönlichen Austausch gibt. Wir fühlen uns nicht nur finanziell sehr unterstützt, sondern auch durch das permanente Interesse der Vereinsverantwortlichen.“

Aus Sicht betroffener Eltern kam die Mutter eines (inzwischen erwachsenen) Mädchens zu Wort, das vom Selbsthilfeverein INTENSIVkinder Niedersachsen als Intensivpatientin unterstützt wird. Und es gibt O-Töne schwer integrierbarer Jungs, die im Domiziel ein neues Zuhause gefunden haben – eingefangen von Bjarne Breuer, Projektmanager der Einrichtung. Die kompletten Interviews finden Sie in der Winter-Ausgabe 2025 von Mehr Aktion!