„Mehr Aktion! ist an der Basis, besucht die Projekte persönlich“
Was denken eigentlich die Mitglieder von Mehr Aktion! e.V.? Sich sozial engagieren, spenden – da gibt’s unzählige Möglichkeiten, ob für den Umweltschutz, Erdbebenopfer, Seenotrettung, Tierwohl (…) Warum entscheiden sich Menschen ausgerechnet für diesen Verein? Welche Überzeugung bringen sie mit? Mehr Aktion! hat mit zwei Mitgliedern gesprochen. Gitta Schneider (59), verheiratet, drei Kinder, lernte mit ihrem Umzug nach Hannover Alexa von Wrangell kennen. Sie war schnell vom Verein begeistert und ist seit 2010 Mitglied bei Mehr Aktion! Klaus-Jürgen Maltzahn (59), ledig, Leiter einer Kanzlei, wurde 2012 angesprochen, dabei wurde ihm Mehr Aktion! in seinen Einzelheiten vorgestellt. Das hat ihn beeindruckt, so dass er sofort Mitglied wurde.
Mehr Aktion!: Warum sind Sie Mitglied geworden?
Gitta Schneider: Wir haben selber drei Kinder, die aufgrund unserer Möglichkeiten sehr behütet aufwachsen konnten. Ich empfinde das als sehr privilegiert und glücklich. Nicht alle haben diese Möglichkeiten. Durch die Mitgliedschaft in verschiedenen Vereinen und ehrenamtliche Tätigkeiten hat sich mein Blick für Ungleichgewichtes geschärft. Deshalb möchte ich im Rahmen meiner Möglichkeiten etwas tun und verbessern. Und Kinder sind schließlich die Zukunft unserer Gesellschaft. Kein Kind sollte verloren gehen!
Klaus-Jürgen Maltzahn: Ich finde es toll, dass durch Mehr Aktion! vor allem Projekte in der Region gefördert werden.
Wie hat sich die Situation benachteiligter Kinder über die Jahre verändert? Und wie hat sich der Förderbedarf entwickelt?
Klaus-Jürgen Maltzahn: Ich verfolge die Situation aus den hannoverschen Zeitungen sowie aus den Medien. Danach hat sich die Situation der benachteiligten Kinder stark ins Negative verändert, so dass die Finanzierung von entsprechenden Projekten notwendiger denn je ist.
Gitta Schneider: Ich glaube, dass die Fülle der Themen eher zunimmt. Die Benachteiligungen werden größer, ebenso die Unterschiede in den Familiensituationen, die psychischen Belastungen, die Vereinsamung durch die Präsenz der Medien. Deshalb wird der Betreuungs- und Förderungsbedarf noch weiter zunehmen, während das Bewusstsein für Benachteiligte eher zurückgeht. Es gibt viel zu wenig öffentliche Förderung und Investitionen in Schulen, soziale Einrichtungen und Projekte für Kinder und Jugendliche. Deshalb ist und bleibt die Arbeit von Mehr Aktion! so wertvoll und wichtig!
Warum sind Sie gerade Mitglied bei Mehr Aktion! geworden?
Gitta Schneider: Durch die persönliche Freundschaft und den Einblick in die Vereinsstruktur sind wir sicher, dass das Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird und immer wieder wunderbare Ideen und Projekte eine Umsetzung erfahren. Viele der Initiativen würden sonst sicher versanden. Außerdem gefällt uns der Bezug auf die Region Hannover. Hilfe im unmittelbaren Umfeld.
Wie profitieren die Kinder oder Jugendlichen vom Verein und letztlich von Ihren Spenden?
Gitta Schneider: Der Verein nimmt sich Themen an, die nicht ausreichend oder noch gar nicht berücksichtigt wurden. Viele Inhalte, von denen wir vorher noch nicht gehört haben. Es ist großartig, dass ganz unterschiedliche Altersklassen, Kinder unterschiedlicher Herkunft im „Kleinen“ und in ganz relevanten Bereichen direkt und unmittelbar unterstützt werden. Ich bin überzeugt davon, dass es gelingt, Kinder aufzufangen, zu stärken, besser zu versorgen und zu integrieren. Gerade auch Kinder, die vielleicht erstmals eine Chance und Perspektive bekommen. Endlich einmal Wertschätzung erfahren. Mehr Aktion! leistet hier einen tollen Beitrag, der sich sicher für die Gesellschaft auszahlen wird.
Wie profitieren die Einrichtungen bzw. Anbieter vom Verein?
Klaus-Jürgen Maltzahn: Die Einrichtungen haben die Möglichkeit, ihr Angebot durch die Spenden vielleicht auszubauen oder für die nächsten Jahre zu planen. Es ist schon ein Vorteil, wenn man nicht nur für ein Jahr, sondern vielleicht auch für fünf Jahre planen kann.
Welche geförderten Einrichtungen, Projekte oder Zielgruppen sind Ihnen als Mitglied besonders wichtig?
Gitta Schneider: Für mich sind vor allem die Projekte wichtig, in denen es um Kinder geht, die am Rande der Gesellschaft stehen oder von Kinderarmut betroffen sind. Kinder, die als nicht beschulbar oder verhaltensauffällig gelten, und bei denen es gelingt, ihnen eine Perspektive oder wenigstens ein bisschen Freude zu geben. Das finde ich unglaublich wertvoll.
Klaus-Jürgen Maltzahn: Mich hat das Projekt Domiziel begeistert. Ich war selbst einmal vor Ort und habe gesehen, wie rührend sich die Verantwortlichen des Projekts um die Jugendlichen kümmern und versuchen, den Kindern wieder ein stabiles Umfeld zu geben.
Was ist aus Ihrer Sicht am Verein Mehr Aktion! so besonders?
Klaus-Jürgen Maltzahn: Mehr Aktion! ist an der Basis und besucht die Projekte persönlich. Er fördert die Angebote in ihrer Anfangsphase, gibt aber auch längerfristig verlässliche Hilfestellung für die Zukunft.
Gitta Schneider: Das persönliche Engagement der Vereinsführung. Die unglaubliche Empathie und Kompetenz bei der Projektauswahl. Der Verein wird einfach wunderbar und mit viel Herzblut geführt!
Wie sollte es mit dem Verein in Zukunft weitergehen? Was wünschen Sie sich oder welche Ideen und Vorschläge haben Sie für den Verein?
Gitta Schneider: Auf jeden Fall wünschen wir dem Verein ein nachhaltiges und erfolgreiches Fortbestehen! Weiterhin viele schöne Ideen, um Kinder zu unterstützen und etwas besser oder glücklicher groß zu werden. Es ist schön dazu beizutragen, dass Kinder in die Lage versetzt werden, sich gesund und gut zu entwickeln. Möge es immer viele und mehr Unterstützer geben, denen die Belange von Kindern wichtig sind. Außerdem wäre es schön, wenn die großartige Arbeit aller Mitarbeitenden in den Projekten und natürlich auch von Frau Sievers und Frau von Wrangell in der Öffentlichkeit mehr Beachtung und Anerkennung finden würden. Von Herzen für alle Beteiligten weiterhin viel Kreativität, Kraft und Erfolg!
Klaus-Jürgen Maltzahn: Ich wünsche dem Verein, dass es noch mehr Menschen in der Region gibt, die mit Spenden helfen, die schon bestehenden Projekte des Vereins zu fördern oder auch ganz neue Angebote.
Mehr Aktion!: Frau Schneider und Herr Maltzahn, wir bedanken uns ganz herzlich für das Gespräch sowie Ihr großes Herz für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Wir wünschen Ihnen persönlich alles Gute – und: frohe Weihnachten!
>> Durch den Einblick in die Vereinsstruktur sind wir sicher, dass das Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird. <<
Gitta Schneider
>> Die Einrichtungen haben die Möglichkeit, ihr Angebot durch die Spenden auszubauen oder für die nächsten Jahre zu planen. Es ist schon ein Vorteil, wenn man nicht nur für ein Jahr, sondern vielleicht auch für fünf Jahre planen kann. <<
Klaus-Jürgen Maltzahn